Einsatz von monoklonalen Antikörpern bei COVID-19

Die Arzneimittel Bamlanivimab und Casirivimab/Imdevimab stehen im Rahmen einer Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit in begrenzter Menge zur Verfügung. In jedem Fall muss eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Der Patient muss über den individuellen Heilversuch sowie das Risiko über das Auftreten bekannter und darüber hinaus bislang unbekannter unerwünschter Arzneimittelwirkungen aufgeklärt werden.
Weitere Informationen zu den Arzneimitteln finden Sie hier:

Die Wirksamkeit der Arzneimittel kann bei neuen Varianten von SARS-CoV-2 eingeschränkt sein. Aufgrund experimenteller Daten ist davon auszugehen, dass Bamlanivimab bei bestimmten Mutationen von SARS-CoV-2 (insbesondere bei Variante B.1.351, der sogenannten „südafrikanischen" Variante) keine neutralisierende Wirkung hat. Beim Einsatz von Casirivimab/Imdevimab ist bei derzeit im Großraum vorkommenden Virusvarianten nach jetzigem Forschungsstand nur eine geringe Wirkungsbeeinträchtigung zu erwarten.
Aufgrund der aktuellen epidemiologischen Virusvarianten-Lage im Großraum und um eine möglichst frühzeitige Therapie mit monoklonalen Antikörpern zu ermöglichen, wird am Klinikum Fürth derzeit auf eine Mutationsanalyse vor Therapiebeginn verzichtet. Dieses Vorgehen wird im Falle einer geänderten epidemiologischen Lage und/oder neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse gegebenenfalls angepasst.
Weitere Informationen zu monoklonalen Antikörpern finden Sie auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts.