Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Immer wieder erleben wir im Klinikalltag Situationen, in denen Patienten ihren Willen nicht mehr bilden oder äußern können (weil sie physisch oder psychisch nicht mehr in der Lage dazu sind).

Die Problematik, die daraus entsteht: Die Behandlung eines Patienten muss sich immer am mutmaßlichen Willen des Patienten orientieren. Weder Angehörige noch Behandler (Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten) dürfen diesen Willen ignorieren oder ihm gar zuwiderhandeln. Dieses Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen ist auch juristisch im Patientenverfügungsgesetz festgeschrieben.

Allerdings stellt sich die Frage: Wie lässt sich der Wille eines Patienten feststellen, wenn er ihn eben nicht mehr selbst äußern kann?

Hier hilft es allen Beteiligten, wenn dieser Wille schriftlich dokumentiert wurde und so zweifelsfrei für das Behandlungsteam nachvollziehbar ist.

In einer Patientenverfügung wird der eigene Wille festgelegt. Damit dieser Wille dann auch wirklich durchgesetzt wird in einer Situation, in der man es selbst nicht mehr kann, empfiehlt es sich, zusätzlich zur Patientenverfügung noch ein weiteres Dokument frühzeitig anzulegen, nämlich eine Vorsorgevollmacht.

Das Ethikkomitee des Klinikum Fürth befürwortet die Verbreitung von Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten und bietet im Bedarfsfall auch seine Unterstützung an.

Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht

Vorlagen und Registrierung

Nützliche Tipps