25.03.2026 Pressemitteilung

Unit-Dose-Versorgung für mehr Sicherheit

Eröffnung der Unit-Dose-Versorgung in der Apotheke am Klinikum Fürth

v.l.n.r.: Markus Braun (Bürgermeister), Dr. Barbara Pfistermeister (Chefapothekerin), Dr. Alexander Mohr (Vorstand), Uwe Schmid (Projektleiter), Jochen Schams (Leitung Geschäftsbereich Bau & Technik)

Mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten – Klinikum Fürth führt „Unit-Dose-Versorgung“ ein

Das Klinikum Fürth hat einen wichtigen Schritt in Richtung moderner und sicherer Arzneimittelversorgung gemacht: Mit der Einführung der sogenannten „Unit-Dose-Versorgung“ stellt die Apotheke die Medikamentenversorgung der Patientinnen und Patienten auf Station auf ein digitales und hochautomatisiertes Verfahren um.

Im Zentrum der Neuerung steht die patientenindividuelle Bereitstellung von Medikamenten. Für jede Patientin und jeden Patienten werden orale Medikamente wie Tabletten und Kapseln auf Basis der ärztlichen Verordnung automatisiert zusammengestellt, einzeln verpackt und eindeutig gekennzeichnet. Grundlage dafür ist die elektronische Patientenakte, aus der die Verordnungen direkt in den Versorgungsprozess übernommen werden.

Ein entscheidender Vorteil des Systems liegt in der zusätzlichen pharmazeutischen Kontrolle: Bevor die Medikamente verpackt werden, prüfen Apothekerinnen und Apotheker jede Verordnung sorgfältig – etwa hinsichtlich Dosierung, Wechselwirkungen und Verträglichkeit und lösen eventuelle arzneimittelbezogene Probleme gemeinsam mit den verordnenden Ärztinnen und Ärzten. Anschließend erfolgt eine automatisierte Verpackung in sogenannte Unit-Dose-Tütchen, die zusätzlich durch ein optisches Kontrollsystem überprüft werden.

„Mit der Einführung von Unit Dose erhöhen wir die Arzneimitteltherapiesicherheit deutlich“, erklärt Dr. Barbara Pfistermeister, Chefapothekerin der Apotheke des Klinikums Fürth. „Durch die Kombination aus digitaler Verordnung, pharmazeutischer Prüfung und technischer Kontrolle stellen wir sicher, dass jede Patientin und jeder Patient genau die Medikamente erhält, die für sie oder ihn geeignet sind und benötigt werden.“

Auch für die Pflegekräfte bringt das neue System spürbare Entlastung: Das zeitaufwendige manuelle Stellen der Medikamente auf den Stationen entfällt weitgehend. Gleichzeitig reduziert sich die Lagerhaltung vor Ort, da die Medikamente bedarfsgerecht durch die Apotheke bereitgestellt werden.

Neben der gesteigerten Sicherheit und Effizienz bietet die Unit-Dose-Versorgung auch ökologische Vorteile. Durch den Einkauf größerer Verpackungseinheiten und die gezielte, patientenbezogene Abgabe sinkt die Menge an Verpackungsmüll deutlich. Die verwendeten Materialien sind zudem besser recycelbar als herkömmliche Arzneimittelverpackungen.

Die Einführung erfolgt schrittweise in den verschiedenen Bereichen des Klinikums. Ziel ist es, das System künftig auf einem Großteil der Stationen einzusetzen und so die Versorgungsqualität nachhaltig weiter zu verbessern.

Mit der Unit-Dose-Versorgung unterstreicht das Klinikum Fürth seinen Anspruch, innovative Technologien gezielt einzusetzen – für mehr Sicherheit, Qualität und Patientenorientierung im Klinikalltag.