Tumorerkrankungen der Blase

Blut im Urin ist immer ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Insbesondere wenn hierbei keine Schmerzen entstehen. Sie sollten daher sofort einen Urologen aufsuchen. Die frühe Behandlung von Tumoren der Harnblase ist entscheidend für die Prognose.



Am Klinikum Fürth bieten wir folgende Eingriffe:



  • Entfernung von Blasentumoren über die Harnröhre bei oberflächlichen Tumoren (Transurethrale Resektion, TUR-B)


 



  • Fluoreszenzgestützte Diagnostik mit 5-Aminolävulinsäure (Hexvix®)
    Hexvix® ist ein diagnostisches Arzneimittel zur Erkennung von Blasenkrebs mit Hilfe eines speziellen blau fluoreszierenden Lichtes. Es ist die einzige in Deutschland zugelassene Substanz dieser Art. Über einen Katheter wird das Diagnostikum in die Blase geleitet und sollte vor dem Eingriff etwa 60 Minuten auf die Schleimhaut einwirken. Die Untersuchung der Blase und die Tumorentfernung selbst erfolgt dann beim Patienten gleichermaßen mit Weißlicht als auch mit Blaulicht, damit sämtliche Läsionen der Blasenwand erfasst werden können. Im klinischen Gebrauch dient Hexvix® zur besseren Erkennung, um bei Tumoren auch die Randbereiche sicher erfassen zu können. Hierdurch kann die Frührezidivrate (Wiederauftreten des Tumors) deutlich verringert werden. Flache, im Blasenniveau gelegene Tumorareale (Cis) können besser eingesehen und in einer Operation mit entfernt werden.


 



Blasenspiegelung mit Blaulicht mit roter Fluoreszenz der Tumorareale



Blasenspiegelung mit Weißlicht


 



  • Radikale Entfernung der Harnblase mit Harnableitung bei weiter fortgeschrittenen Tumoren. Wann immer möglich streben wir dabei die Schaffung einer Harnableitung ohne künstlichen Ausgang an (Kontinente Harnableitung).


 



  • Kontinente Harnableitung:
    Neoblase: Bei dieser Harnableitung wird eine neue Harnblase an die Harnröhre angeschlossen. Die Entleerung des Urins erfolgt auf natürlichem Weg. Eine Dünndarmersatzblase kann – abhängig von Tumorstadium, Alter etc. – bei Frauen und bei Männern angelegt werden.


 



  • Katheterisierbarer Pouch (Indiana-Pouch, Mainz-Pouch): Bei einem Pouch handelt es sich um ein künstlich geschaffenes Harnreservoir, welches durch das Einführen eines Katheters entleert werden kann.


 



  • Inkontinente Harnableitung (Ileumconduit)
    Aus Dünndarmgewebe kann ein künstlicher Ausgang geschaffen werden, welcher anschließend mit einem Beutelsystem versorgt wird.