Blinddarm-Operation (Appendektomie)

Die Blinddarmentzündung (akute Appendizitis) ist die häufigste Ursache einer Notfalloperation. Und obwohl die akute Appendizitis ein häufiges Krankheitsbild darstellt, ist die Diagnose nicht immer einfach. Im Vordergrund stehen unverändert die Erfahrung und die Indikationsstellung des behandelnden Chirurgen. Bei unklarem Befund sind unterschiedliche Vorgehensweisen möglich. Sowohl die aktive Überwachung als auch die Ausweitung der Diagnostik sind befundabhängig möglich.


Hierfür stehen in erster Linie die Ultraschalluntersuchung, aber auch weitere apparative Verfahren wie Kernspinntomografie (MRT) und Computertomografie (CT) zur Verfügung.


Die operative Technik der Blinddarmentfernung über einen Bauchschnitt im rechten Unterbauch (konventionelle Appendektomie) ist die über Jahrzehnte als Goldstandard angesehene Vorgehensweise. Hierfür wird die Bauchdecke über dem Blinddarm wahlweise über einen geraden oder queren Unterbauchschnitt geöffnet. Nach dem Hervorholen des Blinddarmes vor die Bauchdecke kann dieser unter Sicht entfernt werden.

In letzter Zeit rückt zunehmend die Blinddarmentfernung über eine Bauchspiegelung (laparoskopische Appendektomie) in den Vordergrund. Hierfür benötigt man nur drei kleine Schnitte und kann nach Auffüllen des Bauchraumes mit Gas und Einbringen einer Kamera mit zwei weiteren Arbeitsinstrumenten über den Monitor den Blinddarm im Bauch absetzten und über einen der kleinen Zugänge bergen.

Beide Verfahren werden in der täglichen Routine eingesetzt und sind als gleichwertig einzuschätzen.