Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin wird zur Krankheitserkennung und Funktionsdiagnostik eingesetzt. Ihnen werden dazu schwach radioaktive Stoffe gespritzt, welche durch die Blutbahn zu den zu untersuchenden Organen gelangen und sich dort anreichern. Die radioaktiven Substanzen zerfallen und geben so Signale ab. Diese Zerfallsereignisse werden durch eine hochempfindliche Kamera gezählt und so zu einem Bild verarbeitet. Auf diesem Bild erkennt der Arzt die Funktion des Organs. Er kann dabei den Stoffwechsel beobachten und demzufolge entscheiden, wie weiter therapiert wird.

Was genau kann auf diese Weise untersucht werden?

Herzbildgebung

Tumorerkrankungen

Knochen- und Gelenkerkrankungen

Schilddrüsenerkrankungen

Wächterlymphknoten- oder Sentinel-Untersuchung

Gutartige Vergrößerung der Nebenschilddrüse

Funktionsuntersuchungen der Niere

Parkinson-Syndrom

Daneben sind viele weitere Untersuchungen durchführbar, die verschiedenste Organfunktionen darstellen, wie von Speicheldrüsen, Speiseröhre, Magen oder Leber.

Eine besondere Vorbereitung ist für nuklearmedizinische Untersuchungen nicht notwendig. Sie müssen für die meisten Untersuchungen nicht nüchtern erscheinen und dürfen Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen. Wichtige Ausnahmen sind Herz, Verdauungstrakt und Nieren. Die notwendige Vorbereitung in diesen Fällen wird Ihnen bei der Anmeldung zur Untersuchung erläutert.

Der Zeitaufwand für nuklearmedizinische Untersuchungen ist recht unterschiedlich und bewegt sich zwischen ca. 30 Minuten (Schilddrüsenuntersuchung) und 5 Stunden (Parkinson-Untersuchung). Bei einigen Untersuchungen (Herz) sind unter Umständen auch Folgeuntersuchungen am nächsten Tag notwendig. Bitte erfragen Sie die Dauer Ihrer Untersuchung bei der Terminvereinbarung.

In der Regel sind keine Nebenwirkungen durch die Injektion von radioaktiven Stoffen zu erwarten, da diese sehr schwach dosiert sind und der Körper sie sehr schnell wieder komplett abbaut. Die entstehende Strahlenbelastung ist eher niedriger als bei üblichen Röntgenuntersuchungen wie der Computertomographie. Auch Ihre Fähigkeit am Straßenverkehr teilzunehmen wird nicht beeinträchtigt.

Für Personen in Ihrer Umgebung sind meist keine Vorsichtsmaßnahmen nötig. Ausnahmen betreffen besonders strahlenempfindliche Personen (Schwangere und Kleinkinder) bei Untersuchungen mit etwas höher dosierten radioaktiven Stoffen (Skelettuntersuchung, Herzuntersuchung). Hier sollte ein längerer Aufenthalt in unmittelbarer körperlicher Nähe für die ersten Stunden nach der Untersuchung vermieden werden. Einzelheiten für besondere Situationen erläutern Ihnen unsere Mitarbeiter der Nuklearmedizin.

Kontakt

Sie erreichen uns unter:

Tel.: 0911 7580 1369
Fax: 0911 7580 9382