Studien

Das Klinikum Fürth nimmt – wie viele andere klinische Einrichtungen auch – an klinischen Studien teil. Dies sind überwiegend von Fachgesellschaften empfohlene Phase-III Studien. Solche Studien haben bereits mehrere Testphasen durchlaufen, in welchen ihre Sinnhaftigkeit bereits erfolgreich bewiesen wurde. Bei den Studien handelt es sich meist um Arzneimittelstudien.
Alle Studien werden unter der Deklaration von Helsiki und den Prinzipien der "good clinical practice (GCP) durchgeführt und extern überwacht.


Klinische Studien verbessern unser medizinisches Wissen. Neue Wirkstoffe können die Heilungschancen für Patienten erhöhen, die an einer bestimmten Erkrankung leiden. Durch die Entwicklung neuer Medikamente und Therapieschemata konnte z.B. bei der Behandlung von Brustkrebs eine deutlich höhere Lebenserwartung erreicht werden.


In klinischen Arzneimittelstudien wird überprüft, ob ein Wirkstoff bei einer bestimmten Erkrankung besser wirksam, ärmer an Nebenwirkungen oder verträglicher ist als bisherige Medikamente, also die bisherige Standardtherapie.


Konnte im Rahmen klinischer Studien eine bessere Wirksamkeit einer bestimmten neuen Behandlung gegenüber der bisher geltenden Richtlinie nachgewiesen werden, so kann diese neue Behandlung zukünftig als Standardtherapie festgelegt werden.


Bei der Behandlung von Krebs konnte so durch die Entwicklung neuer Medikamente und Therapieschemata und ihrer Erprobung in Arzneimittelstudien für viele Erkrankungen eine deutlich höhere Lebenserwartung erreicht werden.


Die Teilnahme an einer klinischen Studie hat für die Patientin zahlreiche Vorteile. Wir haben vier davon aufgelistet:



  1. Kostenlose Abgabe neuer erfolgversprechender Medikamente:Die Möglichkeit, dass die neuen Arzneimittel die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen besteht, jedoch gibt es aufgrund der präklinischen Untersuchungen stets mehr Grund zu der Annahme, dass diese besser wirksam oder zumindest gleichwertig mit der bis dato anerkannten Behandlungen sind.

  2. Aufwändigere Diagnostik und Verlaufskontrolle ohne Zusatzkosten:Die Genauigkeit, mit der die Behandlungsfortschritte überwacht und dokumentiert werden, sowie der Aufwand, mit dem die anfängliche und begleitende Diagnostik betrieben wird, ist meist höher als bei "normaler" Versorgung.

  3. Aufwändigere Betreuung durch besonders qualifizierte Ärzte

  4. Mehr persönliche Kontakte mit den verantwortlichen Ärzten:Die Aufmerksamkeit, die man Ihnen und Ihrer Erkrankung zu Teil werden lässt, ist in der Regel noch höher als sonst. Man weiß aus zahlreichen Analysen, dass die Behandlungsergebnisse in klinischen Studien - unabhängig davon, ob die Testsubstanz oder die Standardmedikation gegeben werden - besser sind als bei Nichtteilnahme.


Aktuell laufende Studien im Brustzentrum:



  1. OLYMPIA
    Randomisierte, doppelblinde, Placebo-kontrollierte, multizentrische Parallelgruppenstudie der Phase III zum Beurteilen der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Olaparib im Vergleich mit einem Placebo zur adjuvanten Behandlung von Patientinnen mit BRCA1/2-Keimbahnmutationen und primärem Her2-negativem Hochrisiko-Brustkrebs, die eine definitive lokale Behandlung und neoadjuvante bzw. adjuvante Chemotherapie abgeschlossen haben (triple negativ)

  2. PALLAS
    Randomisierte Phase III-Studie mit Palbociclib und adjuvanter endokriner Therapie versus adjuvante endokrine Therapie alleine für hormonrezeptorpositiven, Her2-negativen Brustkrebs im Frühstadium

  3. IMPASSION
    Eine Phase-III multizentrische randomisierte doppelblinde, plazebokontrollierte Studie mit Atezolizumab (anti-PD-L1-Antikörper) in Kombination mit Paclitaxel versus Placebo mit Paclitaxel für Patientinnen mit einem nicht vorbehandelten inoperablen lokal fortgeschrittenen oder metastasierten triple negativen Brustkrebs

  4. OPAL
    Treatment and outcome of patients with advanced breast cancer: clinical research platform for real world data

  5. MARIA
    Nicht-interventionelle Studie zur Charakterisierung realer Behandlungsmuster und Ergebnisse bei Frauen mit ER-positivem, Her2-negativem fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs

  6. Breast Cancer in Pregnancy
    Prospectives and retrospectives Register Studie der GBG zur Diagnostik und Behandlung bei Mammakarzinom in der Schwangerschaft

  7. Praegnant
    Prospektives akademisches translationales Forschungsnetzwerk zur Optimierung der onkologischen Versorgungsqualität in der adjuvanten und fortgeschrittenen/ metastasierten Situation (EudractCT 2014-000854-12)Registerstudie Mammakarzinom mit Gehirnmetastasen BrainMet
    GBG 79

  8. GeparDouze
    Randomisierte, doppelblinde Phase III Studie zur Untersuchung von Atezolizumab oder Placebo in Kombination mit einer neoadjuvanten Chemotherapie gefolgt von einer adjuvanten Monotherapie mit Atezulizumab oder Placebo bei triple-negativem Brustkrebs (EudraCT No: 2017-002771-25)