Präpartale Station

Manchmal läuft das Leben anders als erwartet und leider verläuft nicht jede Schwangerschaft komplikationslos.


Vom Zeitpunkt des ersten Tages der letzten Regel gerechnet geht man von einer (Über-) Lebensfähigkeit Ihres Kindes ab der Schwangerschaftwoche 24 + 0 Tage aus.


Wenn sich in der Schwangerschaft Probleme ergeben, raten wir Ihnen, sich an Ihre erfahrene Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt zu wenden, die wissen, was zu tun ist. Außerhalb der Praxiszeiten stehen wir Ihnen als Notfallversorger mit Rat und Tat zur Seite. Die notwendigen Informationen finden Sie unter Zentrale Notaufnahme.


Wenn eine stationäre Betreuung während der Schwangerschaft notwendig ist, werden wir uns auf Station 30 um Sie kümmern.


Während bis 2013 Dauertokolysen verabreicht werden konnten, ist dies aufgrund einer Anordnung der Überwachungsbehörden nicht mehr möglich. Die maximale Dauer einer Tokolyse (medikamentöse Wehenhemmung) mit den zugelassenen Medikamenten beträgt nun 48 Stunden. Darüber hinaus besteht nach entsprechender Aufklärung die Möglichkeit einer Behandlung mit empfohlenen aber für diese Indikation nicht zugelassenen Medikamenten (sog. "Off-Label-Use"). Wir werden Sie ausführlich informieren und Ihre Entscheidung für oder gegen eine Behandlung selbstverständlich akzeptieren.


Bei fortschreitender Gebärmutterhalsverkürzung ohne merkbare Wehentätigkeit besteht ab der Schwangerschaftswoche 14 + 0 bis ca. 22 + 0 die Möglichkeit, ein stützendes Bändchen operativ zur mechanischen Stabilisierung einzulegen („Cerclage“). Bei einer solchen Muttermundseröffnung in einer vorangegangenen Schwangerschaft besteht die Option des vorbeugenden Muttermundsverschlusses nach Saling.


Nach einer solchen Operation in der Schwangerschaft bedarf es in der Regel einer medikamentösen Wehenhemmung und danach fortgesetzter, zum Teil langdauernder Bettruhe. Dabei werden Sie von unseren Physiotherapeuten, Psychologen und Seelsorgern unterstützt.