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Funktionsweise des HIFU Gerätes

HIFU Behandlungstisch

Das HIFU Gerät besteht aus dem Behandlungstisch, auf dem der Patient für ca. 1,5 - 2,5 Stunden in gepolsterter Rechtslage liegt, und dem Bedienpult, von dem aus der Arzt den Behandlungsablauf plant und die Ultraschallsonde millimetergenau steuert. Die Computersteuerung hilft, das Risiko von Nebenwirkungen und Komplikationen zu reduzieren.

Die Behandlung erfolgt in der Regel in Teilnarkose, auf Wunsch des Patienten ist auch eine Vollnarkose möglich. Die Ultraschallsonde wird dem Patienten über den After in den Enddarm eingeführt und dadurch unmittelbar neben der Prostata platziert.

Etwa fünf Stunden nach dem Eingriff kann der Patient in der Regel schon wieder laufen. Der Aufenthalt im Krankenhaus nach einer HIFU-Behandlung dauert meist 3-7 Tage.

 

HIFU Methode

Prinzip der HIFU Therapie

Der Computer ermöglicht die 3D-Darstellung der Prostata auf dem Bildschirm. Damit kann das Gebiet innerhalb der Prostata exakt definiert und millimetergenau behandelt werden. Bei Bewegungen des Patienten während der Behandlung unterbrechen die zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen des Gerätes die Behandlung sofort.

Im nächsten Schritt erzeugt die Sonde den hochintensiven fokussierten Ultraschall. Ähnlich der Roboterchirurgie können computergesteuert hunderte von Ultraschallauslösungen gestartet werden, bis genügend Tumorgewebe verbrannt ist.

Die Wirkungsweise ähnelt der eines Vergrößerungsglases, mit dem Sonnenstrahlen gebündelt werden, um ein Loch in ein Blatt zu brennen. Das reicht aus, um Krebsgewebe punktgenau zu verbrennen, umliegendes gesundes Gewebe kann dabei verschont werden.

Im Unterschied zu Operation, Strahlen- oder der sog. Brachytherapie sind bei der Behandlung mit HIFU Geräten weder Schnitt noch Bestrahlung erforderlich.

Des Weiteren kann bei dieser Art der Prostatakrebsbehandlungen die HIFU Behandlung bei Wiederauftreten von Krebs wiederholt werden. Teilweise kann HIFU auch dann zum Einsatz kommen, wenn andere Methoden versagt haben.

So können häufig bei erneutem Auftreten eines bösartigen Tumors die meisten Methoden selten bis gar nicht wiederholt werden. Auch in diesen Fällen kann die Behandlung mit HIFU eine sinnvolle Alternative sein.

 

Vorteile der HIFU Therapie

  • präzise Vernichtung von Krebszellen ohne eine Schnittoperation
  • kein Blutverlust durch die HIFU Behandlung
  • gut verträgliche Teilnarkose statt einer Vollnarkose
  • kurzer Krankenhausaufenthalt
  • komplikationsarme Therapie
  • die HIFU Therapie stellt eine Zusatztherapie dar, ohne Ausschluss anderer Therapieformen
  • die HIFU Therapie ist wiederholbar
  • hohe Erfolgsrate bei der "lokalen Kontrolle" des Prostatakrebses
  • Potenzerhaltungschance ist deutlich höher als bei einer operativen Behandlung (ca. 50%)
  • im Regelfall nur eine Behandlung notwendig
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