
In unserer psychosomatischen Abteilung behandeln wir Kinder und Jugendliche mit Beschwerden, die sich aus der Wechselwirkung zwischen Körper und Seele ergeben. Dies sind zum einen so genannte funktionelle Störungen, das heißt Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, aber auch Schlafstörungen, Sehstörungen oder Lähmungen, für die keine (hinreichende) körperliche Ursache gefunden werden kann und die durch Stress oder Belastungen ausgelöst bzw. verstärkt werden. Zum anderen können auch chronische Erkrankungen wie Asthma, Neurodermitis, Diabetes mellitus oder Epilepsie zu seelischen Problemen führen, durch welche die Behandlung der Grunderkrankung unter Umständen deutlich erschwert wird. Für alle diese Störungen bieten wir in unserer psychosomatischen Abteilung ein stationäres medizinisch-psychotherapeutisches Behandlungsprogramm an.
Die psychosomatische Abteilung ist mit sechs Betten Teil der Station P2 der Klinik für Kinder und Jugendliche.
Die Behandlung ist verhaltenstherapeutisch orientiert und dauert in der Regel mehrere Wochen. Wir möchten uns Zeit nehmen, die Kinder und Jugendlichen zu verstehen und die passenden Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Diese beziehen sich sowohl auf die körperliche Symptomatik als auch auf das Erleben und Verhalten.
Die Familie und das soziale Umfeld werden eng in die Behandlung mit eingebunden, so dass die Kinder und Jugendlichen möglichst schnell wieder an ihrem "normalen" Leben teilnehmen können. Für eine optimale Behandlungsplanung sowie eine Stabilisierung der Behandlungergebnisse nach dem stationären Aufenthalt legen wir großen Wert auf eine intensive Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Psychtherapeuten sowie Schulen, Kindergärten und allen relevanten Institutionen.
In unserer psychosomatischen Abteilung nehmen die Kinder und Jugendlichen an einem strukturierten Tagesablauf teil. In der Gruppe gibt es die Möglichkeit, Sozialkontakte zu knüpfen und zu üben, mit Gleichaltrigen gut umzugehen. Vormittags gehen alle in die Schule (auf Station wird der Unterricht durch die Staatliche Schule für Kranke Nürnberg-Fürth sichergestellt). Am Nachmittag gibt es neben verschiedenen Freizeitaktivitäten (wie Schwimmen, Sport, Kochen, Basteln, Ausflüge) auch verschiedene Therapieangebote.
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