

Chefarzt Prof. Dr. Klinge eröffnet das Fest, während die Organisatorin Elke Sieber noch fleißig alle persönlich begrüßt.



Am Samstag den 10. Juni feierten etliche der ehemaligen „Frühchen“ gemeinsam mit ihren Eltern auf einer Wiese des Klinikums - und das bei knapp 40 Grad im Schatten. Der Älteste war 14 Jahre, die Jüngsten wenige Monate alt.
Sie ließen sich von einem Märchenerzähler und von Liedermacher Rainer Wenzel unterhalten, hatten Spaß beim Bobby-Car-Rennen und naschten Süßes aus der Popcorn-Maschine. Aber am beliebtesten war an diesem Tag der Eisverkäufer, der extra mit seinem Eis-Auto zu dem Fest gekommen war.
Kinderkrankenschwester und Mitorganisatorin Elke Sieber spricht von einem rundum gelungenen Fest. Bereits vor vier Jahren hatte das Klinikum die Frühgeborenen eingeladen, schon damals sei die Resonanz groß gewesen. "Das heiße Wetter hat sicherlich ein paar Eltern abgeschreckt, dennoch sind die meisten Eltern der Einladung gefolgt - das zeigt uns die enge Verbundenheit auch nach Jahren mit der Kinderklinik" freut sich Elke Sieber.
Kein Wunder: Kommt ein Kind viel zu früh auf die Welt, muss es meist die ersten drei bis vier Monate seines Lebens im Krankenhaus zubringen. Zwischen Eltern und Pflegepersonal entstehen in dieser Zeit nicht selten „tiefe Freundschaften“, sagt Sieber. „Und für uns ist es an so einem Tag herrlich zu sehen, wie die Kinder aufwachsen, die wir ein gutes Stück ihres Wegs begleitet haben.“
Ihr zufolge kommen im Fürther Krankenhaus jedes Jahr mehr als 20 Säuglinge zur Welt, die bei der Geburt weniger als 1500 Gramm wiegen. Eine Anforderung, auf die das Klinikum sich eigens mit entsprechend geschultem Personal rund um die Uhr vorbereitet hat. Dies sieht das sog. Perinatal Zentrum Level 1 vor - neben baulichen und personellen Maßnahmen, um allen Anforderungen einer Frühchen-Geburt gerecht zu werden und dem neuen Leben, trotz der frühen Geburt, einen guten Start zu ermöglichen.
Eine weitere Ergänzung in der Versorgung von Frühgeboren stellt das Engagement des Klinikums im "Bunten Kreis" dar. Hier werden gezielt Eltern und Ihre Kinder von Seiten des Klinikpersonals auf vielfältige Art und Weise unterstützt - und das zum Teil noch Jahre nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Auch das trägt zu einem guten Verhältnis bei - und bestätigt sich durch das zahlreiche erscheinen zum Frühchen Fest.
Wenn es nach Elke Sieber und Prof. Dr. Klinge geht, wird es bald wieder ein Fest dieser Art geben. "Mal schauen, was wir das nächste mal anbieten...".