
Unter Ballon-Kyphoplastie versteht man einen minimal-invasiven Eingriff, zur Behandlung von Wirbelkörper- brüchen der die Fraktur behebt und die behindernden Schmerzen erheblich lindert. Bitte beachten Sie, dass die Ballon-Kyphoplastie nicht bei allen Wirbelkörper- kompressionsfrakturen indiziert ist. Ob sich dieses Verfahren für Sie eignet, besprechen wir ausführlich mit Ihnen im Rahmen unserer Spezialsprechstunde. Vor der Behandlung werden Sie dazu medizinisch untersucht und diagnostischen Untersuchungen (z.B. Röntgen) unterzogen, um festzustellen, welche Wirbelkörperkompressionsfraktur(en) für die Schmerzen verantwortlich ist (sind). Der Kyphoplastie-Eingriff erfolgt unter Vollnarkose oder Lokalanästhesie. In der Regel dauert der Eingriff zur Behandlung der ersten Fraktur 40-45 min. Weitere Frakturen beanspruchen weniger Zeit, da die Vorbereitungsarbeiten entfallen.
Operationsablauf:
1. Es zwei kleine, ca. 1 cm langen Einschnitte im Rücken vorgenommen und über diese jeweils ein sehr schmaler Gang zum gebrochenen Knochen erzeugt.
2. Zwei kleine hochbelastbare Ballonkatheter werden durch diesen Kanal zum gebrochenen Wirbel geführt.
3. Durch Aufdehnung des Ballons wird der gebrochene Wirbel wieder aufgerichtet und dessen ursprüngliche Höhe weitgehend wieder hergestellt. Das ist ein wichtiger Schritt für die Begradigung der Wirbelsäule. Danach wird der Ballon entfernt, wodurch im Innern des Wirbelkörpers ein Hohlraum zurückbleibt.
4. Dieser Hohlraum wird dann mit einem Werkstoff gefüllt, der den Knochen stützen und weitere Brüche verhindern soll. Dadurch entsteht eine Art "innerer Guss", der den reparierten Knochen an seinem Platz hält und fixiert.
In den meisten Fällen werden diese vier Schritte an beiden Seiten des Wirbelkörpers vorgenommen. Nach dem Ballon-Kyphoplastie-Eingriff werden Sie ein oder zwei Tage im Krankenhaus bleiben.