
Durch das etablierte Leitbild bekräftigt das Klinikum seine Stellung als Kommunalunternehmen der Stadt Fürth. Diese Trägerschaft zu erhalten ist das herausragende Ziel von Verwaltungsrat, Vorstand und Personalrat. Oberste Priorität genießt dabei die Sicherung der Patientenversorgung im Einzugsgebiet unseres Klinikums sowie der Arbeitsplätze der Mitarbeiter.
Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Bedingungen, die sowohl die Haushaltssituation der Stadt Fürth als auch die des Klinikums beeinflussen, können wir dieses Ziel nur durch die wirtschaftliche Selbständigkeit unseres Hauses realisieren. Dies wiederum setzt voraus, dass es uns gelingt, unsere Stärken - eine zeitgemäße medizinische Versorgung in Verbindung mit einer menschlich familiären Atmosphäre - zu erhalten und auszubauen. Damit steigern wir die Zufriedenheit der Patienten, erzielen eine starke Bindung und festigen so unsere Marktposition. Eine Schlüsselstellung bei der Umsetzung dieses Vorhabens nehmen unsere hochqualifizierten und -motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.
Aufgrund der unbefriedigenden Erlössituation hat sich im Klinikum Fürth ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein entwickelt. Dennoch lässt sich nur durch Einsparungen keine signifikante Erholung der wirtschaftlichen Lage erzielen. Vielmehr wollen wir daher Erlössicherung und -ausweitung auch durch die Erschließung neuer Betätigungsfelder erreichen.
Die ganzheitliche Betrachtungsweise fungiert dabei in mehrfacher Hinsicht als Leitgedanke und Ziel der strategischen Ausrichtung.
Zunächst ist die umfassende Begleitung auf dem gesamten Lebensweg zu betrachten: Von der Geburt bis zu den letzten Tagen etabliert sich das Klinikum Fürth als kompetenter, verlässlicher Partner für Patienten und deren Angehörige. Als Schwerpunktkrankenhaus und durch die Breite des Angebots bieten sich beste Chancen, die zur Erlössicherung wichtigsten Faktoren - Patienten- und Einweiserbindung - zu pflegen und auszubauen.
Ein anderer wichtiger Aspekt unserer Positionierung ist die ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen mit Körper, Geist und Seele. Diese manifestiert sich in der ständigen Weiterentwicklung unseres psychologischen und therapeutischen sowie ehrenamtlichen Angebotes. Wichtig ist uns dabei auch die Vernetzung mit Selbsthilfegruppen und die kontinuierliche Erweiterung des Bereiches Schulung und Beratung. Mit der Gründung und Zertifizierung des Brustzentrums sowie dem Aufbau der Schmerztherapeutischen Tagesklinik haben wir zentrale Elemente unseres ganzheitlichen Konzeptes bereits verwirklicht. Darüber hinaus setzen wir, etwa bei Geburtshilfe und Schmerzbehandlung, auch alternative Methoden ein.
Ein weiterer Ansatz, der neue Perspektiven eröffnet, liegt in der Vernetzung von ambulanter, teilstationärer und stationärer Behandlung. Durch die Ansiedlung von Praxen und den Abschluss von Kooperationsverträgen wurden hier bereits wichtige Strukturen geschaffen. Zusätzliche Möglichkeiten bieten die Teilnahme an Disease-Management-Programmen und der Abschluss von Verträgen zur Integrierten Versorgung. Darüber hinaus ist uns die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten ein besonderes Anliegen.
Im Innenverhältnis wird zur Bewältigung dieser Herausforderungen eine prozessorientierte Organisation mit abteilungsübergreifenden Strukturen und die Bildung von Kompetenzzentren immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Kooperationen mit anderen Kliniken in der Region werden ebenso über den wirtschaftlichen Erfolg mitentscheiden wie eine partnerschaftliche Abstimmung des Leistungsspektrums mit den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung.