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Frauenklinik, Brustzentrum
14. Oktober 2010

Brustzentrum Fürth erfolgreich rezertifiziert!

Unser Brustzentrum hat die Re-Zertifizierung erfolgreich bestanden! - Auditoren voll des Lobes! Herr Krappmann bedankt sich im Namen der Klinikumsleitung bei allen Mitarbeitern, die an dem Erfolg mitgewirkt haben. Stellvertretend bekamen die beiden „Hauptakteure“ Fr. Dr. Knob (Zentrumskoordinatorin) und Fr. Devirent (Zentrenkoordinatorin) einen Blumenstrauß überreicht.

Am 12.und 13.10.2010 fand das Wiederholaudit am Brustzentrum statt. Alle drei Jahre ist eine größere Begehung von zwei Fachexperten an 1,5 Tagen vorgesehen, bei der weit genauer nachgesehen wird als bei den „normalen“ jährlichen Überwachungsaudits. So war bereits im Vorfeld viel Aufregung und Vorbereitung angesagt.

Die Terminierung war dieses Jahr besonders schwierig auf Grund des bevorstehenden Umzugs der Frauenklinik. Ist das Audit traditionell Ende Oktober, schied dieser Termin aus, da zu dem Zeitpunkt bereits alle auf gepackten Kisten sitzen. Auch der November, frisch nach dem Einzug in den Neubau, schien wenig ideal. Hier sollen sich alle Abläufe erst in Ruhe einspielen können. So fiel die Wahl auf den Kirchweihdienstag. Den Auditoren wurde erklärt, dass es am Klinikum regulär keineswegs so ruhig zugeht wie an diesem Tag.

Alle Hauptkooperationspartner wurden in dieser Reihenfolge begangen: Radiologie, Pathologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie, Praxis Wilke/Wagner für die ambulante Chemotherapie. Zusätzlich konnten die Auditoren einen Blick in den Neubau der Frauenklinik werfen, den SoKo-Netzwerkraum begehen und einen kurzen Blick in die Räume der Brustsprechstunde werfen.

Viele Menschen hielten sich für die einzelnen Tagesordnungspunkte bereit. Doch, wie der Auditleiter PD Dr. Eibach anmerkte, ein Audit ist lediglich eine Stichprobenüberprüfung. Leider konnten nicht alle Mitarbeiter ihre vorbereiteten Aspekte einbringen. Es war jedenfalls  gut, dass zu jedem Punkt qualifizierte Ansprechpartner anwesend waren. Hierfür ein herzliches Dankeschön.

Abschließend eröffnete Dr. Eibach den Versammelten, dass das Brustzentrum als Ganzes einen ungetrübt positiven Eindruck hinterlassen hat. Man will die Verlängerung des Zertifikats ohne Einschränkung empfehlen. Das Brustzentrum Fürth sei gesamt gut aufgestellt.

Als besonders herausragend wurde die hohe Qualität der Ergebnisdaten bewertet, die in der idealen Kooperation mit dem  Tumorzentrum Erlangen – Nürnberg vorgewiesen werden kann. Das Tumorzentrum wertet die Nachsorgedaten mit aufwändigen Follow-Up-Erhebungen bei den niedergelassenen Gynäkologen jährlich in enger Zusammenarbeit für das Brustzentrum aus. Seit Bestehen des Brustzentrums werden 1212 Patientinnen und Patienten verfolgt. Die Quote von 97,6% an Rückmeldungen ist überdurchschnittlich hoch. Das Brustzentrum weiß also von 97,6 % seiner Patienten, wie sich Heilung oder weiterer Krankheitsverlauf entwickelt haben. Apropos Heilung, der Anteil der Patientinnen und Patienten am Brustzentrum Fürth, die ein Rezidiv erleiden, liegt deutlich unter den Erwartungen. Dieser Ergebnisparameter bestätigt die gute Arbeit am Brustzentrum. Auch die Datenerfassung und -auswertung in der elektronischen Patientenakte wurde als beispielhaft gelobt.

Besonderes Lob fanden die Fachexperten von OnkoZert auch für die Nuklearmedizin, deren Ausstattung die Vorgaben übererfülle.  Das umfassende Angebot an Untersuchungsmöglichkeiten in der Pathologie und im Radiologischen Institut wurde sehr positiv bewertet. In der Strahlentherapie wurden besonders das ansprechende Ambiente und die umfassende technische Ausstattung hervorgehoben.

Lila Dienste und SoKonetzwerk  sind am Klinikum Fürth nach Ansicht der Gutachter beispielhaft für ehrenamtliche Arbeit. Die Vernetzung mit den Selbsthilfegruppen wurde besonders gelobt, da die Patientinnen von den Angeboten von Betroffene für Betroffenen stark profitieren können. Ebenso gelobt wurde die personelle Aufwertung der Psychoonkologie.

Die Lösung für die chemotherapeutische Behandlung der Patientinnen durch Kooperation mit der niedergelassenen Praxis der Dres. Wilke/Wagner fand Anerkennung. Besonders die enge Anbindung der Praxis wurde lobend hervorgehoben.

Der hohe Ausbildungsstand bei dem Pflegepersonal mit einem hohen Anteil an onkologisch fachweitergebildeten Pflegekräften fand spezielle Anerkennung. Auch die Vorgehensweise des Klinikums, durch regelhafte Patienten- Einweiser- und Mitarbeiterbefragungen strukturierte Rückmeldungen einzuholen fand die Anerkennung der Auditoren.

Besonders beeindruckt hat die Auditoren die Durchdringung und Praktikabilität unser Klinik-EDV. Der Zugang zu praktisch allen relevanten Untersuchungsergebnissen (Röntgen, Labor, EKG, Pathologie, etc.) sowie zu den digitalisierten „alten“ Akten von jedem Computerarbeitsplatz, hätten Sie in dieser Form noch in keiner anderen Klinik gesehen!

So harrt das Team des Brustzentrums nun des Auditberichtes, der neben der erhofften Bestätigung der Verlängerung sicher einige wertvolle Anregungen zur weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit enthalten wird.

Herr Krappmann und Prof. Hanf zeigte sich am Ende zu Recht stolz auf die beiden „Motoren“ dieses Audits, die Koordinatorin des Brustzentrums, Fr. Dr. Knob, sowie Fr. Dvrient der Zentrenkoordinatorin, deren hervorragende Arbeit nach dem ersten Jahr gemeinsamer Arbeit so deutlich durch die externen Gutachter bestätigt wurde. Beiden wurde durch die Überreichung eines Blumenstraußes der Dank der Klinikleitung zum Ausdruck gebracht.

 


Von: Dr. Manfred Wagner

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