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Qualitätsmanagement
30. Oktober 2010

Bestanden! Zertifizierung nach KTQ erneut geschafft

Nach Durchführung der Visitation durch die KTQ-Visitoren im Sommer steht das Ergebnis nun fest: Das Klinikum Fürth hat das Zertifizierungsverfahren nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen) zum zweiten Mal erfolgreich absolviert.

Marie-Luise Müller bei der Zertifikatsübergabe an das Klinikum Fürth

Ein ganzes Jahr liefen die Vorbereitungen – dann war es Ende Juli soweit: Die Visitationswoche stand an. Sechs Tage lang waren die drei externen KTQ-Visitoren im ganzen Klinikum unterwegs und prüften das Klinikum mit kritischem Blick.

Fast alle Funktionsbereiche und viele Stationen wurden von den Visitoren vor Ort besucht. Dort fanden mit den dort tätigen Mitarbeitern Gespräche „mitten im Geschehen“ statt. Zusätzlich wurden über 50 Mitarbeiter in kollegialen Dialogen „am runden Tisch“ zu spezifischen Themen wie Krankenhausführung, Mitarbeiterorientierung, Qualitätsmanagement, Therapeutische Prozesse und OP-Verfahren oder Sicherheit im Krankenhaus befragt. So konnten sich die Visitoren im Laufe der Woche ein umfassendes Bild von unserem Klinikum machen.

Die Tage gestalteten sich spannend und abwechslungsreich – sowohl für alle beteiligten Mitarbeiter, als auch für die Visitoren. Neben den zu erwartenden „Krankenhaus-Standards“ wie OP, Bettenstationen, Apotheke oder Archiv erwartete die Visitoren auch allerhand Fürth-spezifisches. Als Beispiele seien der MTT-Trainingsraum, die frisch in Betrieb genommene neue Küche, das Endoskopiezentrum oder die Baustelle der neuen Frauenklinik genannt. Gerade von den baulichen Neuerungen zeigten sich die Visitoren sehr beeindruckt.

Doch nicht nur mit baulichen Verbesserungen konnten wir punkten, auch organisatorische Prozesse und Strukturen wurden durch die Visitoren besonders hervorgehoben. So wurde unter anderem Folgendes gelobt:

  • Elektronische Patientenakte: Die Führung einer digitalen Patientenakte in der Ausbaustufe, wie sie in Fürth praktiziert wird, ist in ganz Deutschland nahezu einzigartig.
  • Digitale Kommunikationsstrukturen: Das Intranet und das neue QM- und Wissensportal bieten ein aktuellen und zeitgemäßen Zugang zu Informationen.
  • Fort- und Weiterbildung: Das Bildungsangebot beeindruckt sowohl durch Breite, als auch Tiefe des Angebots.
  • Einrichtung einer zentralen Notaufnahme (ZNA): Die bereits begonnenen organisatorischen Schritte bieten ein gutes Fundament für die noch anstehende bauliche Umsetzung.
  • Infektionsmanagement: Das Infektionsmanagement zur Bekämpfung und Eindämmung von Krankenhausinfektionen arbeitet auf hohem Niveau.

Aber, wie meistens im Leben: Wo viel Licht ist, dorthin fallen auch Schatten. Diese Schatten sind im KTQ-Verfahren aber positiv zu sehen, was schon bei der Bezeichnung deutlich wird. Die Visitoren sprechen nie von Mängeln, Fehlern oder Problemen, sondern von Verbesserungspotentialen. Bereiche also, in welchen wir uns nach Einschätzung der Visitoren weiterentwickeln können.

So fand zwar das Konzept der Personalentwicklungsgespräche bei den Visitoren große Zustimmung, jedoch merkten sie an, dass eine Durchführung in allen Bereichen noch nicht stattfindet. Außerdem vermissten die Visitoren eine strukturierte Planung und Durchführung von Projekten, die eine Jahresvorplanung und nachbetrachtende Projektbewertung zulassen würde.

Unterm Strich erreichten wir mit allen Plus- und Minuspunkten ein Gesamtergebnis von 65%. Somit lagen wir 10 Prozentpunkte über der notwendigen Mindestzahl von 55% - und haben klar bestanden. Ein kleines Lob, das außerhalb des Protokolls fiel, wollen wir nicht verschweigen. Es spiegelt ein kleines bisschen wider, wie die Visitoren ihre Woche bei uns empfunden haben: Schwer beeindruckt war das gesamte Visitationsteam, dass sich am Freitagnachmittag um 16.00 Uhr soviele Mitarbeiter zur Ergebnisverkündung im 5. Stock einfanden, dass noch zusätzlich Stühle herbeigeholt werden mussten – und einige Kollegen doch nur noch Stehplätze bekamen. Zitat eines Visitors: „Sowas haben wir ja noch nie erlebt!“ Für uns ein Zeichen, dass viele während der Visitationswoche mit gefiebert haben und (zu Recht) genauso neugierig auf das Ergebnis waren wie wir!

Die offizielle Zertifikatsübergabe fand in einer feierlichen Stunde am Donnerstag den 28. Oktober in Gegenwart der Mitarbeiter statt. Die Übergabe fand durch keine Geringere als Marie-Luise Müller statt, Ehrenvorsitzende des Deutschen Pflegerates und Mitglied im Gesellschafterausschuss der KTQ GmbH Berlin.


Von: Klinikum Fürth

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