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20. Dezember 2010

Sprachrohr für Patienten - Stabwechsel im Team

Patientenfürsprecher kümmern sich um die Probleme und Sorgen von Patienten und vertreten diese auch vor der Klinikumsleitung. Als eines der ersten Krankenhäuser in der Region hat das Klinikum Fürth bereits vor knapp sieben Jahren eine solche Stelle geschaffen. Nach sieben anstrengenden, aber erfolgreichen Jahren gibt die Pionierin Ellen Heidemann nun ihr Amt an ihre Nachfolgerinnen Ulrike Märtz und Angelika Gassner weiter.

Ellen Heidemann (mitte) übergibt symbolisch den Büroschlüssel an ihre Nachfolgerin Angelika Gassner (rechts) weiter. Seit 2008 mit im Team ist Ulrike Märtz.

Bevor Ellen Heidemann Anfang 2004 als erste Patientenfürsprecherin (PFS) in Fürth antrat, war sie bereits zehn Jahre seelsorgerisch tätig: „Da merkt man bald sehr genau, wo der Schuh drückt. Aber wegen der Schweigepflicht durfte ich die Sorgen der Patienten nicht weiterleiten“, erinnerte sich Heidemann zum Abschied. Als PFS sei dann aber genau das ihre Aufgabe gewesen: Beschwerden und Verbesserungsvorschläge an den Vorstand heranzutragen und im Namen der Patienten auf Abhilfe zu drängen.

Nachdem Frau Heidemann in ihrer neuen Vermittlerrolle von vielen Patienten, Ärzten und Pflegern erst einmal ängstlich, oft auch etwas misstrauisch beäugt worden war, nahm das Projekt aber doch bald Fahrt auf. Schon nach einem halben Jahr wurden die sogenannten Beschwerde-Bearbeitungs-Bögen entwickelt, auf denen seitdem Wünsche und Probleme aus den PFS-Sprechstunden, aus Anrufen oder Briefen festgehalten werden. Mit diesen Protokollen können Vorstand, Pflegedienstleitung und alle weiteren betroffenen Stationen und Personen informiert werden.

„Dieses System hat sich bestens bewährt“, so Heidemann. Inzwischen würden jedes Jahr strukturiert die  Patientenbeschwerden bearbeitet. Seit dem Start sei schon viel umgesetzt worden, wie zum Beispiel ein Sichtschutz, der in der Radiologie für mehr Privatsphäre der Patienten sorgt, oder der Fußweg zur Frauenklinik für Schwangere Frauen besser erreichbar ist. Heidemann: „Wir haben auch dafür gesorgt, dass Eltern von jungen Patienten in der Jugendklinik beim Essen mit verpflegt werden, oder dass das leidige Problem ständig kalten Kaffees auf den Stationen durch neue Servicekräfte gelöst wurde, die ihn jetzt immer frisch aufbrühen.“

"Ich gehe mit zwei lachenden Augen"

Seit Sommer 2008 wurde die engagierte Fürsprecherin bei ihrer manchmal aufreibenden Arbeit von Seelsorger-Kollegin Ulrike Märtz tatkräftig unterstützt. Nun hat man in Angelika Gassner eine geeignete Nachfolgerin für Ellen Heidemann gefunden. Zum Abschied übergab Heidemann als eine Art symbolisches Staffelholz ihren alten PFS-Büroschlüssel feierlich an ihre Nachfolgerin: „Ich gehe nun mit zwei lachenden Augen“, erklärte sie. Zum einen seien die letzten sieben Jahre für sie keineswegs vertane Zeit gewesen, zum anderen wisse sie das verantwortungsvolle Projekt nun auch für die Zukunft in guten Händen: „Mit dem neuen PFS-Team wird es sicherlich auch einige Veränderungen geben. Aber das Ziel, eine hohe Patientenzufriedenheit zu erreichen, wird bleiben.“

Vorerst einmal ändern sich mit dem neuen Team aber nur die Sprechzeiten im PFS-Büro: Ab Januar sind diese nicht mehr wie bisher am Freitag, sondern künftig jeweils mittwochs von 13 bis 16 Uhr. Telefonisch sind beide PFS unter der Rufnummer 0911/ 7580 - 1529 zu erreichen. 


Von: Klinikum Fürth

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