Startseite | Sitemap | Downloads | Presse | Kontakt
Schrift:
Allgemein, Frauenklinik
01. November 2010

Das neue Nathanstift nimmt seinen Betrieb auf

Am Samstag den 30. Oktober hat die neue Frauenklinik ihren Betrieb aufgenommen. Zuvor hat nach 43 Jahren das ehemalige Nathanstift, das ebenfalls auf dem Klinikumsgelände steht, seine Tore geschlossen.

Die letzte Geburt mit Hugo im alten Nathanstift, und die erste Geburt von Sanjana in der neuen Frauenklinik - Sanjana mit Stellv. Stationsleitung Silvia Harris

Der Samstag war nach 43 Jahren der Tag, an dem die geburtshilfliche Abteilung mit Ärzten, Schwestern und 18 Wöchnerinnen in den Neubau der Frauenklinik umzog.

Am Morgen gab es noch einmal Frühstück in den alten Zimmern, danach wurde eine Frau nach der anderen in ihrem Bett über einen unterirdischen Gang in den Neubau geschoben; auch der Chefarzt und die Oberärzte packten mit an, die Ehemänner liefen mit den Koffern nebenher. „Selbst die Frauen, die schon nach Hause hätten gehen dürfen, wollten den Umzug unbedingt mitmachen“, erzählt Silvia Harris, die als Stellvertretende Stationsleitung die Ankömmlinge in der neuen Frauenklinik in Empfang nahm. „Die saßen alle strahlend in ihren Betten, die erste Wöchnerin hat dabei auf der neuen Station ein Band mit Babybildern durchgeschnitten". 

Um den Umzug bei laufendem Betrieb über die Bühne zu bringen, war doppelt so viel Personal wie gewöhnlich im Einsatz. Als die Wöchnerinnen umgezogen waren, verabschiedeten sich die Schwestern und Hebammen von ihrer ehemaligen Abteilung. „Sie haben alle Türen geöffnet, die Musik aufgedreht und alle Zimmer noch einmal besucht“, erzählt Silvia Harris. „Geistermäßig“ habe das Gebäude gewirkt, als sie am Abend noch einmal zurückkehrte.

Zuvor hatte um 9.15 Uhr Hugo seinen großen Auftritt im alten Nathanstift. Als letztes Baby, das im alten Kreißsaal geboren wurde, rührte er einige Schwestern ganz besonders. „Da war sicher viel Wehmut dabei“, sagt Silvia Harris, für die der kleine Junge noch in anderer Hinsicht etwas Besonderes ist: „In den 18 Jahren, die ich hier bin, hab’ ich noch keinen Hugo kennengelernt.“ Vor allem Hugos Vater hört das gern: Oliver Keilberth (32) wollte keinen Namen, bei dem, wenn man ihn auf dem Spielplatz ruft, „20 Kinder losrennen“. Heinrich hätte er auch schön gefunden, sagt er, aber da legte die Mama, Anita Gehringer (28), ihr Veto ein.

Nur drei Stunden später kam um 12.43 Uhr Sanjana per Kaiserschnitt in den neuen Räumen zur Welt. Mit dabei Chefarzt Prof. Dr. Hanf (Frauenklinik) und Chefarzt Dr. Gläßel (Anästhesie). „Die Besten der Besten waren da“, freut sich Natascha Bromberger. Dass Sanjana jetzt ein bisschen berühmt ist, verdankt sie ihrer Engelsgeduld. Oder umgekehrt: der Ungeduld ihrer Mama. Schon vor einer Woche sollte das Mädchen, für das Papa Joe Wolf (21) einen indischen Namen ausgesucht hat, das Licht der Welt erblicken. Doch der 24. Oktober verstrich, ohne dass sich Sanjana anschickte, die Welt kennenzulernen. Seit vergangenen Mittwoch war ihre Mutter Natascha Bromberger (26) in der Klinik, am Samstag war sie das Warten leid und stellte sich auf einen Kaiserschnitt ein.

Die alten Räume des Nathanstifts werden zunächst als Filmkulisse für eine Kinoproduktion mit Elmar Wepper genutzt - bevor sie im Anschluss umgebaut werden. Ab Anfang nächsten Jahres werden hier die nächsten Patienten untergebracht - dabei wird es sich aber in erster Linie um Patienten mit Augenerkrankungen handeln.

 


Von: Klinikum Fürth

© Klinikum Fürth 2012 - erstellt mit TYPO3 4.2 : W3C XHTML 1.0 : W3C Valid CSS