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Allgemein, Hygiene
26. Mai 2011

EHEC Darminfektion

Hinweise für Verbraucher zu derzeit auftretenden Fällen von EHEC-Infektionen

(c) Foto: Robert-Koch-Institut

EHEC (enterohämorrhagische E. coli) sind Bakterien, deren Zellgifte beim Menschen schwere Erkrankungen auslösen können. Gefährdet sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen. Fast alle bekannt gewordenen Fälle sind in Norddeutschland aufgetreten. Bei den Verdachtsfällen in Bayreuth, Nürnberg oder Fürth handelt es sich ebenfalls um Patienten, die vor kurzem einen Aufenthalt in Norddeutschland hatten. 

EHEC können natürlicherweise im Verdauungstrakt von Wiederkäuern vorkommen, ohne dass diese selbst erkranken. Die Tiere können die Bakterien mit dem Kot ausscheiden. Da EHEC relativ unempfindlich sind, können sie in der Umwelt, im Boden und im Wasser wochenlang überleben. Wie die meisten Lebensmittelinfektionserreger lassen sich auch EHEC-Bakterien durch Erhitzen abtöten, also bspw. beim Durchbraten von Fleisch oder durch Pasteurisieren von Rohmilch. Tiefgefrieren garantiert hingegen nicht, dass ein Lebensmittel vollständig frei von EHEC wird. Ferner hilft strikte Händehygiene – ganz besonders, wenn schon eine Durchfallerkrankung vorliegt.

Um EHEC-Infektionen zu vermeiden, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung den Verbrauchern:

  • Fleisch und Hackfleisch von Wiederkäuern vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (mindestens 70°C für zwei Minuten im Inneren des Fleisches)
  • Rohmilch, also unbehandelte Milch direkt vom Bauernhof, vor dem Verzehr abkochen
  • Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und sorgfältig abtrocknen (mindestens vor der Zubereitung von Speisen, nach Kontakt mit Tieren oder rohem Fleisch und vor dem Essen)
  • Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch verschiedene Bretter, Teller, Messer und Zangen benutzen (auch beim Grillen)
  • Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit rohem Fleisch, dessen Verpackungen oder Tauwasser sofort gründlich reinigen und abtrocknen
  • Lappen und Handtücher nach der Zubereitung von rohem Fleisch möglichst auswechseln und bei mindestens 60°C waschen
  • Rohes Gemüse und Obst vor dem Konsum schälen oder zumindest gründlich waschen.

Weitere Informationen:


Von: Klinikum Fürth/ ks

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