
In dieser Funktion ist Frau Dr. med. Ulrike Proß seit Januar 2012 als Oberärztin für Onkologie in der Medizinischen Klinik 2 am Klinikum Fürth tätig.
Fr. Dr. Proß, wo sehen sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit am Klinikum Fürth? Was liegt ihnen besonders am Herzen?
Zunächst ist das die Mitbetreuung onkologischer Patienten auf den Stationen der Medizinischen Klinik 2. Daneben sehe ich mich auch als Bindeglied zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen, die in die Behandlung onkologischer Patienten am Klinikum Fürth eingebunden sind. Besonders wichtig ist es mir, die bereits bestehende enge Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen, aber auch mit den onkologisch tätigen niedergelassenen Kollegen fortzusetzen und so zu einer optimalen Betreuung onkologischer Patienten beizutragen.
Welche Leistungen bietet das Klinikum Fürth Patienten mit einer Krebserkrankung?
Prinzipiell werden alle Krebspatienten an unserem Haus versorgt, unabhängig von der Tumorart. Mit den Organkrebszentren für Brust-, Darm- und Prostatakrebs bietet das Klinikum Fürth außerdem Patienten mit entsprechenden Tumorerkrankungen und zuweisenden Ärzten eine zentrale Anlaufstelle für die Diagnostik sowie die individuelle Planung und Durchführung der weiteren Therapie. Das spart Wege und Zeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit der onkologischen Schwerpunktpraxis Dres. Wilke/ Wagner ist ein nahtloser Übergang zwischen stationärem und ambulantem Versorgungsbereich für unsere gemeinsamen Patienten gewährleistet. Daneben bietet das Klinikum Fürth seit 2011 einen Palliativdienst an, der sich v.a. an Patienten in der Endphase ihrer Erkrankung richtet.
Gibt es Möglichkeiten, um Krebs vorzubeugen?
Ja, die gibt es durch Meidung von Risikofaktoren. Hier ist vor allem der Verzicht auf das Rauchen zu nennen, was den größten Anteil aller Fälle von Lungenkrebs verursacht. Daneben tragen eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität dazu bei, das Krebsrisiko zu vermindern. Durch die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Darmspiegelung, Mammographie) können bestimmte Krebsvorstufen und Krebsarten bereits in einem Frühstadium erkannt und mit größtmöglichen Chancen auf Heilung entfernt werden.
Ich bin an Krebs erkrankt. Kann ich selbst etwas zur Unterstützung der Therapie beitragen?
Körperliche Aktivität kann sich unterstützend auf die Verträglichkeit einer Therapie auswirken. Auch sind sportliche Aktivitäten nicht grundsätzlich verboten. Man sollte allerdings übermäßige Anstrengungen meiden und vorher Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten, da es gelegentlich gesundheitliche Gründe gibt, aufgrund derer von der Ausübung bestimmter Sportarten abgeraten werden muss. Ansonsten wirkt ein „gesunder Lebensstil“ mit ausreichend Schlaf und ausgewogener Ernährung unterstützend. Wichtig ist auch ein stützendes Umfeld, das den Patienten seelisch auffängt. Das kann die Familie sein, aber auch andere Personen wie Freunde, Selbsthilfegruppen oder z.B. eine psychotherapeutische Mitbetreuung.
Ich bin ein Betroffener und möchte mich am Klinikum Fürth behandeln oder beraten lassen. Wohin kann ich mich wenden?
Zunächst sprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt die weitere Vorgehensweise ab. Sollte das Klinikum Fürth für Ihre Therapie infrage kommen, wenden sie sich an die auf Ihre Erkrankung spezialisierte Fachabteilung. Im Falle einer Brust-, Darm- oder Prostatakrebserkrankung können sie auch direkt unsere Organkrebszentren kontaktieren.