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Allgemein, Medizinische Klinik 1
28. April 2011

Achtung - Pollenflug

"Wer unter Allergien leidet, sollte Sport jetzt meiden" - Die Nordbayerischen Nachrichten sowie zahlreiche weitere Zeitungen berichten zur Zeit, dass es wieder Pollenflugzeit ist - und das bedeutet für viele von uns (Studien gehen von bis zu 25% der Bevölkerung aus) juckende Augen, laufende Nasen und manchmal sogar plötzliche Luftnot.

Allergielabor Klinikum Fürth: Im Vordergrund Prick-Testung, im Hintergrund Gerät zur RAST-Untersuchung

Auslöser sind sogenannte Allergene, zumeist Eiweiße, wie Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilbenkot oder Insektengifte die vom Körper als fremd und gefährlich eingestuft werden. Es kommt in der Folge zur Ausschüttung von Botenstoffen und den bekannten, unerwünschten Beschwerden.

Um herauszufinden gegen welches Allergen man reagiert gibt es verschiedene Tests, wie den vom Hausarzt  bekannten Prick- Test, bei dem Allergene in oberste Hautschichten eingebracht werden oder speziellere, wie den RAST- Test, bei dem im Blut Antikörperkonzentrationen gegen bestimmte Allergene präzise bestimmt werden können. Daneben gibt es  weitere Untersuchungen, die Informationen über den Zustand der Atemwege (Rhinomanometrie, Lungenfunktion) oder die allgemeine Empfindlichkeit der Atemwege (Metacholintest) bringen.

Zur Linderung der Symptome empfehlen sich beim klassischen Heuschnupfen  sogenannte H1- Blocker- Tabletten oder cortisonhaltige Nasensprays, die die überschießende Reaktion des Körpers dämpfen sollen und in der Saison des jeweiligen Allergens eingenommen werden.

Gefürchtet ist jedoch der sogenannte Etagenwechsel, das heißt das Übergreifen einer Erkrankung der  oberen Atemwege (Nasen-Rachenraum) auf die unteren Atemwege (Bronchien, Lungengewebe).

Dieser kann verhindert werden durch sogenannte Hyposensibilisierungsbehandlungen  auch spezifische Immuntherapie (SIT) genannt, bei denen meist über 3 Jahre ansteigende Konzentrationen von Allergenen als Spritzen, Tropfen oder Tabletten verabreicht werden. Dies führt bei einem Teil der Patienten zum teilweisen oder vollständigen Abklingen der Beschwerden.

Besonders empfohlen ist eine solche Behandlung bei Allergien gegen Insektengifte von Biene oder Wespe, da diese zu schweren Reaktionen bis zum gefürchteten allergischen Schock führen können. Auf Grund der Gefahr plötzlich auftretender, starker Symptome muss eine solche Therapie über 3 Tage unter stationärer Überwachung im Krankenhaus begonnen werden.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.daab.de oder www.allergieinfo.de

Sollten Sie akute Beschwerden haben, so wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt bzw. behandelnden Arzt. Sollte ein stationärer Aufenthalt zur Diagnositk und Therapie von allergischen Erkrankungen notwendig sein, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 


Von: Medizinische Klinik 1 / Dr. med. Stefan Koch

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